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Namibian Broadcasting Corporation - Radio - German

 
     
  Programmhöhepunkte

Am 19. Juni 2005 war Jahreshauptversammlung der Hörerinitiative. Es ist Tradition, dass der Deutsche Hörfunk bei dieser Versammlung einen Jahresbericht präsentiert. Dies ist die gekürzte Wiedergabe des Berichts:

Juli 2004

Im Juli 2004 absolvierte Natascha Scheidt ein Praktikum beim SWR. Diese Fortbildung wurde unter anderem ermöglicht durch die Unterstützung der Hörerinitiative.

Mitte Juli präsentierte der Deutsche Hörfunk den dritten Morgenmuffels Muntermacher live!. Dieses Mal war die Küste an der Reihe. Am Nachmittag sendeten Naita Hishoono und Sybille Moldzio vom NPS Basar.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass interaktive Sendungen wie Morgenmuffels Muntermacher nur möglich sind, weil die Redakteure erhebliche persönliche Opfer bringen. In den meisten Fällen schustern die Beteiligten in der einen oder anderen Form zu. Die wenigsten werden für die zusätzliche Zeit, die sie investieren, vergütet.

Im selben Monat wurde Naita Hishoono in das Nachrichtenübersetzen eingeführt und Wilfried Hähner begann, die Sendung „Farmer-Infos“ auszubauen.

August 2004

Das Programmangebot im August konnte sich durchaus sehen lassen. Außenübertragungen wie der DSW- und der DHPS-Basar belebten das Tagesprogramm und ermöglichten es den Redakteuren, vor Ort neue Ansprechpartner, Hörer und Interessierte kennen zu lernen. Die Ü-Wagen der NBC erwiesen sich nach jeder Außenübertragung erneut als äußerst wertvolle Anschaffung.

Beim Old Wheelers Tag hatten die Redakteure einmal mehr die Gelegenheit ihr Automobilwissen unter Beweis zu stellen und Gabriele Moldzio und Michaela Jaeger kamen sogar in den Genuss, in einem Old Wheeler ein wenig herumkutschiert zu werden.

Im August gab es außerdem eine echte Rundfunkpremiere für das Deutsche Hörfunkprogramm. Die erste Fernseh-Werbung für den Deutschen Hörfunk wurde produziert und es war ohne Zweifel eine faszinierende Erfahrung, nicht nur mit Ton und Wort, sondern auch mit Bild zu arbeiten.

Die Kollegen opferten viel Freizeit für die Nachbesserung des Programms. In Nacht und Nebel Aktionen in diversen Restaurants in Windhoek wurden Problemgebiete identifiziert und Lösungsvorschläge erörtert. Am 1. September wurden die Neuerungen dann eingeführt.

Natascha Scheidt berichtete außerdem über die Gedenkfeierlichkeiten aus Anlass des Hererokriegs bei Okakarara, Naita Hishoono reiste aus Anlass des Heldengendenktages nach Omugulugumbashe und Wilfried Hähner nahm an einem weiteren Farmertag teil.

September 2004

Am 1. September wurden die Neuerungen und Nachbesserungen im Programm im Rahmen einer Sprachdienst übergreifenden Außenübertragung im Zoopark der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weitere Programmhöhepunkte im September waren das Frühlingsfest in Okahandja und die Sondersendung von der Reitgemeinschaft Klein Windhoek.

Aus Anlass der Deutschen Kulturwochen begann Freddy Frewer in seiner Sendung: Klassik am Sonntagabend eine Sonderserie in der deutsche Literatur und Musik informativ dargeboten wurde. Diese Serie wurde uns von der deutschen Regierung ermöglicht und ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Herrn Klaus von Klitzing, der zu dem Zeitpunkt noch Kulturreferent bei der deutschen Botschaft in Namibia war.

Leider wurde der September dadurch überschattet, dass einigen freischaffenden Mitarbeitern gekündigt werden musste. Die ersten Konsequenzen des Finanzmangels bei der NBC machten sich somit bemerkbar.

Oktober 2004

Die Windhoeker Ausstellung war zentrales Programmelement im Oktober. Obgleich der Standort des Ü–Wagens nicht ganz den Vorstellungen der Redakteure entsprach, vermochten die Moderatoren es dennoch, informative und unterhaltsame Sendungen anzubieten.

Nicht nur über die Veranstaltungen in Windhoek berichteten die Redakteure vor Ort. Sybille Moldzio reiste nach Otjiwarongo um über die Aktivitäten der dortigen Privatschule zu informieren. Sie knüpfte neue Kontakte und sammelte wertvolle Erfahrungen.

Im Rahmen der 25 Jahr Feierlichkeiten des Deutschen Hörfunks führte Natascha Scheidt eine ganze Reihe von Gesprächen mit ehemaligen Leitern des deutschen Programms. Mit diesen Sendungen schrieb sie Radio-Geschichte und rief ganz sicher bei dem einen oder anderen Hörer auch viele schöne Erinnerungen wach.

Besonders viel Spaß gab es bei dem Morgenmuffels Muntermacher live! beim Woermann Brock im Lolopark. Zu Gast war nämlich Herr Klaus Erlewein vom Norddeutschen Rundfunk. Der lockere und freundliche Präsentationsstil dieses bekannten Radiomannes lockte weit mehr Hörer zum Ü-Wagen, als erwartet und erhofft.

In letzter Minute fanden Wilfried Hähner und Irene Eysselein noch zwei große Sponsoren für den Gala-Abend aus Anlass des 25. Geburtstages des Deutschen Hörfunks. Ohne dem Einsatz dieser beiden Kollegen und der finanziellen Unterstützung der Namibischen Brauereien und Nedbank hätte der Abend nicht stattfinden können.

Doch leider waren auch im Oktober die Sonntage stundenweise kein Hörgenuss wegen defekter MD-Maschinen. Monate lang konnten die Geräte nicht repariert werden, weil kein Geld für Ersatzteile vorhanden war.

November 2004

Der November war ein besonders erfreulicher Monat. Nicht nur die 60-minütige Reportage von Inke Stoldt über 25 Jahre Deutscher Hörfunk begeisterte die Hörer, sondern auch der Gala-Abend. An diesem Abend zahlten sich der Schweiß und die zusätzliche Arbeit 100fach aus, denn das Fest war ein voller Erfolg. Im Sketch zeigte sich, dass die Mitarbeiter des Deutschen Hörfunks sich trotz aller Schwierigkeiten ihren Humor und Witz erhalten haben. Natascha Scheidt tat sich durch die hervorragende Pressearbeit hervor und Naita Hishoono schaffte es, die Künstler von Avalon Events an dem Festabend auftreten zu lassen. Der Auftritt dieser Künstlertruppe verlieh dem Abend eine außerordentlich kreative Note.

Der November stand aber auch im Zeichen der Wahlen. Das bedeutete für die Redakteure doppelte Arbeit – einerseits mussten sie sich ständig über die aktuellen Ergebnisse auf dem Laufenden halten und andererseits mussten sie die Kollegen vertreten, die ihre Stimme abgeben wollten. Auch hier zeigte sich wieder einmal der lobenswerte Teamgeist der Abteilung.

Und dann kamen die Ausbilder der Deutschen Welle, Frank Lemke, Stellvertretender Leiter DW-AKADEMIE und Leiter DWFZ Hörfunk, sowie Klaus Lampe von RBB (Radio Berlin Brandenburg)! Zwei Wochen lang wurden die Redakteure des Deutschen Hörfunks fortgebildet. Die Trainingsstunden waren sehr arbeits-intensiv und äußerst wertvoll.

Diese Fortbildung hatte ihren Höhepunkt in einer Feier im Café Zoo in Windhoek bei der den Moderatoren Teilnahme-Bescheinigungen überreicht wurden. Erfreulich waren vor allem die Anwesenheit der NBC-Radio-Chefin Umbi Karuaihe-Upi und des deutschen Botschafters in Namibia, Dr. Wolfgang Massing. Die Kosten für die Fortbildung und die Feier wurden komplett von der Deutschen Welle übernommen. Ein ganz herzliches Dankeschön geht in diesem Zusammenhang noch einmal an Frank Lemke und Klaus Lampe, sowie den ehemaligen Mitarbeiter Carsten von Nahmen, der den Stein ins Rollen gebracht hatte…

Dezember 2004

Zehn Tage Swakopmund – wer träumt nicht von Arbeit unter Palmen am Strand bei heißer Sonne und kühlen Getränken. Natascha Scheidt und Wilfried Hähner gebührt ein ganz großes Lob für die Ferienstimmung, die sie mit ihren Sendungen von der Küste verbreitet haben. Auch diese Außenübertragung war nur möglich dank der Unterstützung der Wirtschaft. In diesem Falle trat das Strandhotel als größter Sponsor auf.

Neidisch waren die Mitarbeiter in Windhoek vor allem dann, wenn die Kollegen an der Küste von den Keksen, Kuchen und Leckereien berichtete, die die Hörer vorbeigebracht hatten. Selbstverständlich möchte der Hörfunk auch in diesem Jahr wieder an die Küste, wenn es mit der Finanzierung klappt.

Bei der Zusammenstellung der Weihnachtssendungen hatten die Redakteure auch im vergangenen Jahr wieder die meiste Freude, schließlich liest jeder gerne Geschichten über das Fest der Liebe und der Familie. Vor allem dann, wenn man weiß, dass man anderen Menschen dadurch ein klein bisschen Wärme ins Haus bringt. Ganz nebenbei bemerkt ist Inke Stoldt bereits mit den Vorbereitungen für die diesjährigen Weihnachtssendungen zu Gange... :)

Inke Stoldt gebührt aber auch in anderer Hinsicht ein weiteres Lob und zwar für den Internationalen Jahresrückblick 2004, der professionell aufbereitet und präsentiert wurde. Davon kann sich manch ein Sender eine Scheibe von abschneiden.

Und dann die Sylverstersendung!! Ein Bombenerfolg, wie im Vorjahr. Das Programm war gefüllt mit neuen Ideen, Spielen, humorvollen Einlagen und der besten Musik, die man sich zum Jahreswechsel wünschen kann. Selten haben die Redakteure so schön und gründlich gelacht.

Januar 2005

Bei so viel Spaß und so viel extra Arbeit brauchten die Redakteure eine kleine Verschnaufpause. Deswegen lief der Januar 2005 vom Programmangebot auch etwas ruhiger an. Die meiste Arbeit wurde nämlich hinter den Kulissen geleistet. Das Programm wurde wieder einmal genauer unter die Lupe genommen um festzustellen, was nicht so gut ist, was besonders gut ist, wo Verbesserungsbedarf besteht. Das Team suchte auch nach Möglichkeiten, das Programm zu vereinfachen und die Arbeit neu zu verteilen, denn langsam wurde allen klar, dass sie einen hohen Preis für die erweiterten Sendezeiten zahlten.

Sehenden Auges entschieden sich die Redakteure dann gegen eine Vereinfachung des Programms. Sie beschlossen, das Tempo bei zu halten – zumindest so lange, wie der Atem reicht. Und kaum war diese Entscheidung getroffen, wurde das Jahreswunschprogramm erarbeitet, die wichtigsten Veranstaltungen der deutschsprachigen Gemeinde identifiziert und der Ü-Wagen gebucht.

Februar 2005

Im Februar war die erste komplett gesponserte Außenübertragung angesagt. Die Kunden waren zufrieden und die Hörer auch. Das ist besonders wichtig, denn jede bezahlte Außenübertragung bedeutet ein zusätzliches Einkommen für die NBC und das wiederum bedeutet, dass Geld da ist, um weitere Programme zu produzieren. Letzten Endes investieren Unternehmen, die Außenübertragungen buchen, also indirekt in die Gemeinschaft und ermöglichen so die Berichterstattung vor Ort über Veranstaltungen, die von gemeinnützigen Unternehmen, Schulen oder ähnlichen Organisationen angeboten werden.

Im Februar erklärte sich auch die ehemalige Leiterin des Deutschen Hörfunks, Renate Loth bereit, die Sendung Wünsch Dir Was zu moderieren – dies sehr zur Freude der Hörer.

Und im selben Monat wurden sie dann endlich installiert – die neuen Konsolen und Mischpulte in Studio 5. War das eine Freude! Manch ein Kollege fühlte sich wie Captain Kirk – die Moderatoren betraten technisches Neuland, aber inzwischen kann man ohne weiteres Sagen, dass kaum einer sich die alten Mischpulte zurückwünscht.

Die Computerabteilung erwies sich dann auch als äußerst hilfreich bei der Gestaltung der Internetseite des Deutschen Hörfunks. Die mehrseitige Webseite wird derzeit noch nicht ganz so oft aktualisiert, wie es mit zusätzlichem Personal möglich wäre, aber sie ist trotzdem einen Mausklick wert.

März 2005

Im März reichte Sybille Moldzio ihre Kündigung ein. Dieses junge Radiotalent reiste anschließend in die Ferne um Erfahrung zu sammeln und demnächst mit ihrem Studium zu beginnen. Die Abwesenheit dieser arbeitsamen und stets hilfsbereiten Kollegin ist noch immer täglich spürbar und die Lücke, die sie hinterlässt, ist viel zu groß.

Ulli Gall, freischaffende Mitarbeiterin, sammelte im selben Monat ihre ersten Außenübertragung-Erfahrungen beim DHPS Heimfest. Frau Gall erweist sich jeden Tag mehr als wahre Entdeckung, denn sie hat unbezahlbares Geschick bei der Zusammenstellung und Präsentation von Kindersendungen.

Im März erlebten alle politische Geschichte mit dem Abschied des Gründungspräsidenten und der Amtseinführung des neuen Staatsoberhauptes.

Bei so viel Politik, darf das Soziale nicht fehlen. Das Deutsche Hörfunkprogramm veranstaltete im März zum ersten Mal eine Ostereiersuche und zwar im Zoopark. Die Redakteure hatten große Sorge, dass die Schokoladenostereier vorzeitig schmelzen würden, aber die Sonne war gnädig.

April 2005

Am 1. April nahm das Deutsche Hörfunkprogramm die Hörer auch in diesem Jahr wieder gehörig auf die Schippe – mit falschen Nachrichtenmeldungen, Interviews, Buchrezensionen und angedrohten Programmänderungen. Am meisten gelacht hat vermutlich die Redaktion beim Verfassen der Falschmeldungen und bei der Planung der Aprilscherze.

Und dann begann der Windhoeker Karneval. Natascha Scheidt und Wilfried Hähner entpuppten sich als echte Jecken und brachten bestimmt auch den einen oder anderen, der absolut nichts mit Helau und Alaaf am Hut hat, zum Schmunzeln. Die Kooperation mit dem Windhoeker Karneval - und da vor allem Günter Langmaak war hervorragend.

Ende April überreichte der deutsche Botschafter in Namibia, Dr. Wolfgang Massing, der NBC vier Bandmaschinen, die die Deutsche Welle gestiftet hatte. Diese Spende hatte Deutsche Welle Korrespondentin Sandra Petersmann initiiert, die bei einem Rundgang durch die NBC gesehen hatte, woran es der NBC ermangelt. Die deutsche Botschaft hatte den kostenlosen Transport der Geräte ermöglicht. Frank Lemke, Stellvertretender Leiter DW-AKADEMIE, hatte auch hier wieder durch persönlichen Einsatz dazu beigetragen, dieses Projekt zu realisieren.

Naita Hishoono wurde derweil vom NBC-Fernsehen entdeckt. Die Kollegin präsentiert inzwischen regelmäßig das Fernseh-Programm Good Morning Namibia.

Mai 2005

Alles neu hat der Mai beim Deutschen Hörfunk zwar nicht gemacht, aber dafür gab es sehr viele Sonderprogramme. Kaum war der eine Feiertag vorbei, kam auch schon der nächste. Das bedeutete viel zusätzliche Arbeit und auch viele Vertretungen. Wieder einmal wurde eine Programmvereinfachung kurz angedacht, aber wieder entschieden sich die Redakteure dagegen.

Das Budget musste mehrfach überarbeitet und gekürzt werden. Nach der Bekanntgabe der Höhe der staatlichen Zuwendung musste außerdem einigen weiteren freischaffenden Mitarbeitern gekündigt werden. Der Hörerinitiative liegt bereits ein Antrag vom Deutschen Hörfunk vor hinsichtlich der möglichen Finanzierung von Programmen. Alle Sprachdienste und Abteilungen der NBC sind gleichermaßen von diesen Kürzungen betroffen.

***

Ein "Dankie baie" geht an die Kollegen Freddy Frewer, Gabriele Moldzio und Wilfried Hähner für die Art und Weise, wie sie ihren Teil des Jahresberichts vorgetragen haben.

 
     
 
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